Dexter

Filed under: film — wortkarg at 10:40 am on Freitag, November 24, 2006

DexterBereits die Eröffnunsgscredits deuten auf ein neues Gewand hin. Ein intensiver Augenschmaus. Guten Appetit wünsche ich.

Dexter reiht sich nahtlos in die neue Generation amerikanischer Pay-TV-Serien ein. In dem Maße, in dem Hollywood seit längerem auf bereits ausgetretenen künstlerischen Pfaden sein Dasein fristet, ist die neue Serienlandschaft bemüht, formal wie auch inhaltlich, Grenzen zu verschieben, neu zu verorten.

Meine Damen und Herren, diesen Serienkiller werden Sie lieben. Klick!

Lichter in der Abenddämmerung

Filed under: film — wortkarg at 1:06 am on Dienstag, Oktober 31, 2006

Kati wird alt.

Lights in the DuskTrotz oftmaliger symmetrischer Bildgestaltung durchkreuzt Aki selbige in selbiger immer wieder aufs neue. Schöne Sache.

Anmerkung am Rande: Obwohl eine finnische Firma zu den größten Handy-Produzenten dieser Welt gehört, müssen sich die Helden in Kaurismäkis Universum per pedes zu stationären Telefonen bemühen.

Ein feiner Film, mal wieder. Gemeint ist Laitakaupungin valot. Wird interessant zu sehen sein, wohin Kaurismäkis Filme zukünftig hindriften.

Von Gebäck, Keksen und Bäckereifachverkäuferinnen

Filed under: film — wortkarg at 4:36 pm on Montag, Oktober 23, 2006

Glanzlicht aus der Nouvelle Vague

La Boulangère de MonceauBisher kaum das Werk Eric Rohmers gestriffen, wird dieser Kurzfilm sicherlich eine Wende einleiten.

In diesem vorzüglich verdichteten Kurzfilm spielen neben einem jungen Mann, Jacqueline und Sylvie vor allem einige wenige Strassen von Paris die Hauptrolle.

Am Ende der Geschichte steht eine Entscheidung, die eine der Personen auf der Strecke läßt.

Apfelstrudel

Filed under: film — wortkarg at 8:07 pm on Dienstag, Oktober 10, 2006

Nun, wohl doch eher ein Strudel von Hoffnungslosigkeit

ShuraShura ist der Name des Films, der diesen, den Strudel, kredenzt. Dabei vermischen sich Realität und des Hauptdarstellers Vorstellungen in einer beeindruckend verstörenden Art und Weise.

Der alte Mann und das Meer

Filed under: film — wortkarg at 7:49 pm on Montag, Oktober 2, 2006

… oder: Hwal – Die befleckte Empfängnis

Hwal

Das uns Ki-duk Kim noch nicht zur Gänze in eine Welt aus Friede, Freude und Eierkuchen entlassen hat, merkt man u.a. an dem Verweis aus welchem das Bild stammt.

In der, auch für den Zuschauer, sehr intensiven Szene mit der Schlinge, in welcher sich der alte Mann die Gunst des Mädchens erschwindelt, wird dies vollendst klar. Die Rede ist von dem Film Hwal.

Ohayô

Filed under: film — wortkarg at 8:48 pm on Freitag, September 15, 2006

Vom Tratschen, Pupsen und der Liebe

OhayôDer wohl amüsanteste Film von Yasujiro Ozu den ich bisher gesehen habe.

Hier wird derart leichtfüßig gepupst und -tratscht, dass sich die Bildröhre biegt.

In heiter ausgelassenem Ton zeigt Ozu was passieren kann, wenn ein Teil der hierarchisch angelegten japanischen Gesellschaftsstruktur nicht mehr funktionieren will. Das der Auslöser hierbei ein aus dem Westen herübergeschwappter Fernseher ist – köstlich.

Fatale Notengebung

Filed under: film — wortkarg at 1:38 pm on Montag, August 28, 2006

Und ewig grüßt der Notenständer

Alain DelonDie einnehmende Schönheit von Filmen wie Deux hommes dans la ville liegt für mich vor allem darin begründet, dass bereits in den ersten Anklängen der Musik der schicksalhafte, somit unentrinnbare, Weg des Protagonisten eingeschrieben mitschwingt. Philippe Sarde ist das in diesem Film vorzüglich gelungen. Der Film gefällt auch sonst ausnehmend gut.

Citizen Cotten

Filed under: film — wortkarg at 9:41 pm on Sonntag, August 20, 2006

Alter schützt vor Penunze nicht

Joseph CottenMan (er)kennt ihn (noch). Die Rede ist von Joseph Cotten.

In den 60er und 70er Jahren verschlug es Jedediah immer öfter ins eoropäische, vorwiegend italienische, Kino. Ein kleines Zu- resp. Gnadenbrot, wenn man so will.

Das Bild stammt aus dem Film Syndicate Sadists, in welchem auf die Figur des John J. Rambo womöglich zum ersten Mal filmisch Bezug genommen wird. Tomas Milian gibt ihm die entsprechend abgehalftert desillusionierte Note. Auch erinnert der Plot ein wenig an Leones ersten großen Leinwanderfolg “Für eine Handvoll Dollar”.

Pariser Petitesse

Filed under: film,reisen — wortkarg at 10:40 pm on Dienstag, August 8, 2006

Vor wenigen Tagen vor die Linse gelaufen

Jamel DebbouzeLeider nur recht mühsam als Jamel Debbouze (Einziger Lichtblick aus Bessons letzem Film) auf dem hastigst von mir geknipsten Foto zu erkennen.

Sieht im wahren Leben noch kleiner und hagerer als auf der großen Kinoleinwand aus. Sein Begleiter war zwei Köpfe größer. Wirkte sehr sympathisch, Debbouze.

Mein Fotoapparat gebar dieses Foto am Rande eines Musik-Festivals an der Pariser Seine.

Mongolisches Ping Pong

Filed under: film — wortkarg at 12:25 pm on Montag, Juli 24, 2006

Junges Chinesisches Kino

Mongolisches Ping PongDie Insignien westlicher Moderne sind dabei merklich ins Alltagsgeschehen des mongolischen Nomadentums einzusickern. Dabei überlässt es der Regisseur dem Zuschauer über diesen Umstand eine Wertung abzugeben. Hierzu passend der Kommentar unseres kleinen Helden, der auf die Feststellung, dass ihn nach der jüngsten Eskapade zu Hause wohl eine Tracht Prügel erwarte, trocken erwidert:”Wenn die Strafe kommt, dann kommt sie. Da kann ich auch nichts machen.”

Dabei bettet Hao Ning das Geschehen in überwältigende Bildkompositionen, welche die Weiten der mongolischen Steppe spürbar werden lassen. Berauschend, das!

Die DVD ist unter folgendem Link bei Amazon zu beziehen:

Mongolian Ping Pong

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